Kölner Dom

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Der Kölner Dom zu Anfang des 19. Jahrhunderts | Rheinischer Verein | © Berthold Hengstermann

So in etwa hat der Kölner Dom im 19. Jahrhundert ausgesehen. Nur dem Engagement von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen ist die Vollendung des Dombaus im Jahre 1880 zu verdanken.

Viele tausend Menschen kommen Tag für Tag in den Kölner Dom. Sie kommen aus nahezu allen Teilen der Welt, um das berühmte Bauwerk kennen zu lernen, sie kommen aus Köln, um einfach mal wieder in ihrem Dom zu sein, und sie kommen, wie es Menschen seit vielen hundert Jahren tun, um zu beten oder an einem Gottesdienst teilzunehmen. Noch immer ist der dem heiligen Petrus geweihte Dom die Mittelpunktskirche der Erzdiözese und die Amtskirche des Kölner Erzbischofs und damit ein wichtiges liturgisches Zentrum. Dieses Zentrum ist lebendig: Jeden Tag werden fünf Messen gefeiert, und zu den Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen versammeln sich viele tausend Menschen. Der Dom ist ein Gebäude, das zur Ehre Gottes gebaut wurde, und er ist ein Abbild des Himmels jenes himmlischen Jerusalem, das die Bibel als herrlichsten aller Orte beschreibt.

Trotz der lang währenden und komplizierten Baugeschichte erscheint der Kölner Dom als einheitliches Kunstwerk, tatsächlich haben sich die Steinmetzen durch all die Jahrhunderte an den ursprünglichen Plan des 13. Jahrhunderts gehalten. Nur Spezialisten gelingt es heute, den Unterschied der in verschiedenen Jahrhunderten errichteten Teile zu erkennen. Der gewaltige Bau ist voller Harmonie, alle seine Teile sind in Dimensionierung und Profilierung aufeinander abgestimmt. Trotz der himmelgreifenden Höhe halten horizontale Betonung und vertikale Dynamik sich die Waage. Die selben gotischen Maßwerkformen, die mit kräftigen Profilen in die Fenster gezeichnet sind, finden sich auch als kleine Zierformen auf den Baldachinen und Fialen des Baues wieder. Hunderte von Figuren stehen im Inneren und am Außenbau als Bilder der großen Zahl von Heiligen und Bekennern der christlichen Kirche.

Die großen Fenster sind mit kostbaren Glasmalereien gefüllt, die diesen Kosmos der Heiligkeit ergänzen. Das älteste Fenster wurde schon um 1260 - noch fast auf der Baustelle - in der Achskapelle eingesetzt. Der Chorobergaden trägt Fenster der Zeit um 1300, die Chorkapellen von etwa 1340, das nördliche Seitenschiff von 1507/09. Das 19. Jahrhundert ergänzte mit großartigen Beispielen diese nach dem Mittelalter ausgestorbene und dann wieder entdeckte Kunst. Die Fenster dieser Zeit finden sich vor allem im südlichen Seitenschiff des Langhauses und im Obergaden der Querhäuser. Noch heute ist der Goldschrein mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige der Mittelpunkt des Gotteshauses.


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Ausschnitt eines Kirchenfensters im Dom, das von Gerhard Richter gestaltet wurde
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Kölner Dom, Mittelschiff
Mehr Informationen finden Sie hier Weitere Spuren in der Architektur

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