Gustav Mevissen | 1815-1899

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Gustav Mevissen im Jahr 1848. Lithografie nach einer Zeichnung von Valentin Schertle.

Der 1884 geadelte Gustav von Mevissen gilt als einer der führenden rheinischen Unternehmer und Politiker des 19. Jahrhunderts. Nicht nur in der väterlichen Zwirnfabrik in Dülken war er tätig, sondern in einer Vielzahl von Branchen, insbesondere in der Transport- und Schwerindustrie, bei Hüttenunternehmen und im Bergbau, dem Versicherungswesen und dem Bankgeschäft.

Als Motor und Präsident der „Rheinischen Eisenbahn“ war er entscheidend an der Erschließung des Rheinlandes durch Infrastruktur und Verkehr beteiligt. Politisch gilt Mevissen als führender Kopf des rheinischen Liberalismus – und war damit kein Freund des preußischen Staates. Er engagierte sich in unterschiedlichen politischen Gremien, wobei die wichtigste Funktion wohl die 1848/49 als Abgeordneter  in der Paulskirche, dem ersten deutschen Parlament, war.

Neben anderen fortschrittlichen Jungunternehmern zählte er 1842 zu den Gründern, Aktionären und sogar Autoren der „Rheinischen Zeitung“, deren berühmter Chefredakteur bis zum Verbot durch die Berliner Regierung der junge Karl Marx wurde. Bereits der Student Gustav Mevissen war ein Büchernarr, er sammelte und las zeitlebens. In seinem Palais in der Kölner Zeughausstraße war die Bibliothek architektonischer wie intellektueller Mittelpunkt des opulenten Baus. 

Da die Berliner Regierung den Kölner die Wiedereröffnung einer Universität verwehrte und diese lieber in der wissenschaftlich liberaleren Stadt Bonn einrichtete, startete Mevissen eine Initiative zur Gründung einer städtischen Handelshochschule, aus der nach dem Ersten Weltkrieg die neue Universität hervorging.
Martin Stankowski


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Eröffnung des zweiten Vereinigten Landtages (1848)
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