Kirchenkampf

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Erzbischof Clemens August Droste zu Vischering im Legatenpurpur

Im Jahre 1840 bekam der Paffendorfer Pfarrer Franz Clasen Ärger, als er sich weigerte, für den verstorbenen König Friedrich Wilhelm III. die Totenglocken zu läuten. Er wurde vom Kölner Regierungspräsidenten mit einer Ordnungsstrafe von zehn Talern belegt. Das war nur einer der zahlreichen Konflikte zwischen katholischer Kirche im Rheinland und protestantischem Staat.

Der Höhepunkt war die Verhaftung des Kölner Erzbischofs Clemens August Freiherr Droste zu Vischering am 20. November 1837, seitdem das „Kölner Ereignis“. Clemens August war zwar 1835 auf königlichen Wunsch vom Domkapitel zum Erzbischof gewählt worden, aber als standhafter Münsterländer legte er sich bald mit der Regierung an. Hauptstreitpunkt waren die „Mischehen“, bei denen der Staat für die Kinder die Religion des Vaters verlangte, die Kirche aber auf katholischer Taufe und Erziehung bestand. Mehrere Verhandlungen führten zu keinem Kompromiss. So ließ die Regierung den Erzbischof verhaften und auf die Festung Minden bringen. Gregor XVI. erhob lauten Protest.

Erst im April 1839 wurde Clemens August aus der Haft entlassen und lebte seitdem in Münster. Der Streit endete zwar mit einem Kompromiss, stärkte aber eigentlich durch das Erwachen des politischen Katholizismus die kirchliche Seite. Clemens August kehrte bis zum Tode nicht mehr nach Köln zurück.
Martin Stankowski


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