RELIGION | KIRCHE

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KÖLNER DOM

"Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der fiscal nuhr das auge darauf haben, das keine der andern abruch Tuhe, den hier mus ein jeder nach Seiner Fasson Selich werden!"
Rand-Verfügung des Königs zum Immediat-Bericht des Geistlichen Departements. Berlin 22 Mai 1740

"Alle Religionen Seindt gleich und guht wan nuhr die leüte so sie profesiren Erliche leüte seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land Pöpliren, so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen."
- Rand-Verfügung des Königs zum Immediat-Bericht des General-Directoriums. Berlin 1740 Juni 15

[alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, die sie bekennen, ehrliche Leute sind, und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land bevölkern, so wollen wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen.]

In der Rheinprovinz entstanden auch die kirchlichen Verwaltungsstrukturen. „Oberhaupt der Kirche“ bzw. beider Kirchenprovinzen war wie in allen anderen preußischen Provinzen der jeweilige König von Preußen als „summus episcopus“. Am 9. Oktober 1817 rief König Friedrich Wilhelms III. von Preußen (1770–1840) anlässlich der 300-Jahr-Feier des Anschlags der 95 Thesen zu einer Union des lutherischen und des reformierten Bekenntnisses auf. Der Unionsaufruf wurde vom Hofprediger Ruleman Friedrich Eylert (1770–1852) verfasst: In „dem damaligen unglücklichen Sectengeiste unüberwindliche Schwierigkeiten“ sollten „unter dem Einflüsse eines bessern Geistes, welcher das Außerwesentliche beseitiget, und die Hauptsache im Christenthum, worin beide Confessionen Eins sind, festhält“, überwunden und damit eine „wahrhaft religiöse Vereinigung der beiden nur noch durch äußeren Unterschied getrennten protestantischen Kirchen“ herbeigeführt werden.

In vielen Gemeinden des Rheinlandes wurde 1817 der Unionsaufruf begeistert aufgegriffen, reformierte und lutherische Gemeinden vereinigten sich zu unierten. Die landeskirchliche Verwaltung der reformierten, lutherischen und unierten Gemeinden wurde jedoch auch bei unterschiedlichen Bekenntnisständen zusammengeführt, so dass in der Folgezeit innerhalb des Staates Preußen eine einheitliche Kirche entstand, die „Evangelische Kirche in Preußen".  

Vermutlich in Anspielung auf die vorherrschende Uniformfarbe der Preußischen Armee werden Protestanten in Gebieten des südlichen Rheinlands mit überwiegend katholischer Bevölkerung noch heute manchmal als „Blauköpp“ bezeichnet. Der preußische Staat zeigte seine Fürsorgepflicht der evangelischen wie auch der katholischen Kirche gegenüber, indem er evangelische wie auch katholische Kirchen restaurierte bzw. neu errichtete.

Weitere Informationen im Portal für Rheinische Geschichte Veranstaltungen zu diesem Thema

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